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Nationalanarchisten

www.nationale-anarchie.de und www.volksheil.de
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[Dies ist die aktuelle (Apr. 2001 bis Okt. 2001) Netzpräsenz der deutschsprachigen Nationalanarchisten. Es sind Ausweichseiten, da die nA-Domäne (www.nationale-anarchie.de) derzeit nicht bearbeitet (und nun auch nicht mehr besucht) werden kann.
Zuerst wurde am 7. Dezember 2000 von der Polizei der Rechner beschlagnahmt, auf dem sich die zur Bearbeitung nötige Datei befindet (zu Hausdurchsuchung und Kriminal-Ermittlungen siehe
hier; Stellungnahme zur Anzeige hier).
Dann sind - nachdem die Ermittlungen eingestellt wurden und der Prozeß kläglich gescheitert ist - am 12.4.02 die nationale-anarchie.de-Seiten und auch der Netzort
www.volksheil.de vom Provider Strato AG ganz und gar  stillgelegt worden: alles reiner  Zufall... Begründung: rechtswidriger Domain-Name (!), erotische, extremistische usw. Inhalte
www.nationale-anarchie.de wird demnächst wieder überarbeitet im Netz sein mit neuen Positionen und Weiterentwicklungen  (Nationenbegriff, antideutsch, aber nicht antinational... siehe z.B.
Text von Flo). Anleitung zum Öffnen gesperrter Seiten. Techniken zur Umgehung von Internet-Zensur. Siehe www.vgt.ch und www.ioz.ch.]

=> Die Netzseiten von Sleipnir, Zeitschrift für Kultur, Geschichte und Politik (www. freespeech.org/sleipnir) sind von Freespeech skandalöserweise ohne Benachrichtigung und Kommentar abgestellt worden. Sleipnir wird hier als Gast beherbergt.<=

AUTO: -chthon & -nom
  nationalanarchistische Stromzeitschrift
 

Peter Töpfer: Offener Brief an den nationalen Sozialisten Lutz Giesen zur Antikapitalismus-Frage

Lieber Lutz!

Viele stellen sich die Frage, ob der (neo)nationale Sozialismus tatsächlich oder nur vermeintlich antikapitalistisch ist. Es wird Euch Neo-NSlern oft vorgeworfen, nur aus taktischen und propagandistischen Gründen antikapitalistische Phrasen zu dreschen. Nun ist der Neo-NS sicher nicht homogen; von daher würde mich mal Deine persönliche Meinung zu diesem Thema interessieren.

Meine Erfahrung im Umgang mit nationalen Sozialisten tendiert eher dahin, daß sie tatsächlich nur verbal antikapitalistisch sind bzw. daß deren Antikapitalismus auf einen Staatssozialismus hinausläuft, wie wir ihn schon zwei mal hatten. Im Umgang mit Linken z.B. werden diese oft beschimpft, „arbeitsscheu“ zu sein, nur weil sie sich weigern, sich in die Mühle der ausbeuterischen Kapital-Ökonomie und der Zinsknechtschaft zu begeben. Diese nehmen dann trotzig diese Kritik an und kontern mit „Geh arbeiten, Nazi!“, was – das soll den Nazi treffen und tut es sicher auch – „...für mich...“ bedeuet. Nicht nur Nazis können provozieren...

Ich habe noch nie einen nationalen Sozialisten kennengelernt, der die kapitalistischen Arbeitsbedingungen in ihrer konkreten Unmenschlichkeit kritisiert. Der Antikapitalismus kommt immer in Namen irgendwelcher nebulösen Ideen daher; die Argumentation ist unsinnlich, sinnentleert. Man hat den Eindruck, es ginge den NSlern nur um Ideen anstatt um konkrete Lebensbedingungen.

Es kommt mir so vor, als sollen zwar die Kapitalisten in ihrer Macht beschränkt, aber die Wirtschaftsweise behalten werden: Man kennt das ja aus den Erfahrungen der Staatssozialisten in diesem Jahrhundert; dort gab es zwar kein Privatbesitz an Produktionsmitteln und kein privates Kapital, aber die Verhältnisse in der Arbeitswelt haben sich von denen im Kapitalismus nicht wesentlich unterschieden. Ganz im Gegenteil habe ich solche NSler kennengelernt, für die es eine Frage der Ehre ist, so gut wie möglich in diesem unmenschlichen System zu funktionieren. An vorderster Stelle rangiert immer stumpfe Pflichterfüllung. (Ich differenziere durchaus: ja, ich habe, wenngleich nur wenige, auch andere NSler, die ihre Weltanschauung nicht ständig vor sich hertragen, kennengelernt.) Dabei scheint die Tatsache unerheblich zu sein, für wen man arbeiten geht bzw. wer sich den weitaus größten Teil des Ertrages einsackt. Denn Fleiß in allen Ehren!, aber es gibt Leute, die beuten die Arbeitskraft anderer skrupellos aus und bereichern sich enorm an ihr.

Ich glaube, es ist oft Neid, der die Neo-NSler auf die Arbeitsscheuen schimpfen läßt. Neid auf Leute, die sich tatsächlich der Ausbeutung entziehen und ihr eigenes Ding machen (wollen).

Ist es nicht so, daß der NS zwar das Bürgertum an die Kandarre nehmen, aber an der Arbeits- und Lebensweise der Leute nur wenig ändern will? Zur „Volksgemeinschaft“ soll ja weiterhin die Bourgeoisie zählen. Alles schön aufgeteilt: Hier die Unternehmer, dort die Arbeiter (die SPD nannte das „Sozialpartnerschaft“, und die Ostzonisten werden auch einen Begriff dafür gehabt haben mit ihrer „Intelligenz-Schicht“ und den „werktätigen Bauern“, die den Sozialismus in den Farben der DDR aufbauen...), hier Arbeiter der Stirn, dort Arbeiter der Faust. Weiß man/frau denn bei den braunen Brüdern und Schwestern nicht, daß der Mensch glücklicher ist, wenn er all seine Anlagen, ob geistig oder körperlich, zum Einsatz bringen kann? Körperliche Arbeit kann richtig Spaß machen, wenn abwechslungsreich (scheiß Arbeitsteilung!) und mit Kumpelkollegen betrieben, und wenn eben der Geist beteiligt. Ich persönlich möchte jedenfalls kein „Arbeiter der Stirn“ sein, oh nein.

Es ist in diesem Zusammenhang schon pikant, daß – um es überspitzt zu sagen – der Rechte im Grunde eifrig und gern den Geldsack der Leute an der Ostküste füllt, und es der Linke ist, der sich nicht daran beteiligt. Die nationalsozialistische Kritik am Finanzkapital scheint mir irgendwie rein verbal, eher substanzlos und aus irgendwelchen Ressentiments gespeist zu sein. Ich sehe hier einen Antisemitismus am Werk, den ich nur als krankhaft bezeichnen kann, der aber mit einem ernsthaften und wirklichen Antikapitalismus nichts zu tun hat. Natürlich gibt es eine ethnische oder religiöse (jedenfalls gruppenegoistische und -dynamische) Komponente, wenn man sich die mächtigsten Leute der Welt ansieht. Aber diese Information dient lediglich der Bestätigung eines paranoiden Bildes; mir fehlt die positive Einstellung gegenüber ganz praktischen Alternativen. Der paranoide Antisemit hat irgendwie überhaupt kein Eigeninteresse an Alternativen; er kommt mir irgendwie resigniert, erschöpft und weltabgewandt vor.

Ich sehe im nationalsozialistischen Umfeld bzw. im nationalen Widerstand (der ja sehr NS-geprägt ist (Warum überhaupt? Was ist so wichtig an historischen Vorbildern oder Orientierungen?)) nur sehr vereinzelt jene alternativen Ansätze zur plutokratie-unabhängigen Eigenwirtschaft, wie es sie auf der Linken seit jeher gibt. Der nationalsozialistische Antikapitalismus scheint mir doch eher rein rhetorisch zu sein. Die meisten NSler sind – wenn sie nicht selbst arbeitsscheu sind, dies aber aus schlechtem Gewissen heraus kaschieren (Doppelmoral und Schizophrenie lassen grüßen!) – brave Arbeitssklaven, die nicht mucken und nicht fragen, wie der Gewinn verteilt wird; die es als unveränderbar schlucken, jeden Morgen um 6.00 Uhr aufzustehen und das Jahre lang, und denen es um die Erfüllung einer sehr zweifelhaften bürgerlichen Arbeitsmoral geht.

Ich gebe zu, daß die Alternativen dazu im Zeitalter des bürgerlichen Totalitarismus kaum mehr wahrgenommen werden können, daß die kleinen Pflänzchen irgendwo im subkulturellen & -ökonomischen vor sich hinvegetieren, daß das Bürgertum gnadenlos jene Keime erstickt und daß sich meist auch jene Alternativen korrumpieren lassen. Und ich weiß auch, daß das Erscheinungsbild der Subkultur oft nicht gerad einladend ist, daß man sich in diesen Kreisen oft dann doch lieber auf Vater Staat und seine Almosen verläßt. Aber das führt bei nationalen Kameraden höchst selten dazu, gerade an diesen Punkten solidarisch zu sein und sich am Ausbau der Schattenwirtschaft zu beteiligen. Man sieht die Schwierigkeiten derjenigen, die wirklich ein Leben jenseits der Monopolherrschaft führen, zuckt aber nur mit den Schultern bzw. verlagert alles auf den Sanktnimmerleinstag: dermaleinst wird unser NS-Staat das schon richten. Auf diese Weise werden wir aber genau die gleichen Schafe haben, und die Hirten werden nur ausgetauscht: Der Ostküstler wird vom Parteibonzen abgelöst. Wirklich bessere Lebensverhältnisse werden wir auf diese Weise nicht kriegen: nur die Ideologie wird ausgetauscht. Freiheit und Verantwortung werden keine Rolle spielen. Wollen denn junge NSler wirklich bessere Lebensverhältnisse? Sei so lieb und antworte mir mal bitte ganz konkret auf diese Frage!

Was ich Euch NSlern anrechne, ist ein gewisse Bodenhaftigkeit, ein gewisser Realismus. Leider sieht es heutzutage so aus, als gehe dieser Realismus damit Hand in Hand, sich den ausbeuterischen und schlechten Arbeitsverhältnissen anzupassen und zu unterwerfen. Es fällt ganz und gar nicht leicht, zumal, wenn man Frau und Kind hat, Alternativen dazu zu finden. Aber oft gehören doch Nationale zu denen, die noch über die Aussteiger spotten und zynisch triumphieren, wenn Projekte scheitern! Ist das nicht völlig fehl am Platz?

Auf der Linken gibt es viel mehr Aktivitäten in Richtung einer Abkoppelung aus der kapitalistischen Arbeitswelt. Ich sehe dort, in den alternativen Projekten, eine ganz andere, viel menschlichere Atmosphäre, und ich erinnere mich auch an den positiven Eindruck, den ich hatte, als ich einmal in Kreuzberg in eine Runde stieß, die gerade – Du wirst jetzt lachen... – bei der Arbeitspause war: Alle saßen gut gelaunt und vergnügt um einen großen Tisch und genossen das Mittagessen. Es tut mir leid, aber ich kann mir so eine positive Stimmung bei nationalen Sozialisten irgendwie schlecht vorstellen. Wenn im Talmud steht, daß die Arbeitspause eben 15 Minuten zu betragen hat und keine Sekunde länger, dann wird das halt so durchgezogen.  Die Art von Gemeinschaftlichkeit oder auch Kameradschaft, wie sie im linken Alternativmilieu festzustellen ist, habe ich bei Neonasen äußerst selten erlebt. Der Charakter dieser Leute – Du bist für mich in dieser Richtung eine Ausnahme *schleim* – läßt eine gute, freudige und ausgelassene Stimmung gar nicht aufkommen. Ich habe bei Nasen oft den Eindruck, daß sie nicht ihr wahres Ich zeigen können. Ich vermisse eine Art Selbst- und Lebensbejahung im allgemeinen. Statt wirklich zu leben, doziert man über irgendwelche naturwissenschaftliche Gesetze, die angeblich das Leben bestimmen... Ich weiß gar nicht, was die eigentlich am Talmudismus auszusetzen haben!

Es ist mir klar, daß der arbeitsscheue Punk nicht die Lösung des Problems ist, wenngleich er mir erst einmal als Aussteiger aus dieser komischen Leistungsgesellschaft sympathisch ist. Es gelingt dem Punk nicht, Anschluß an eine alternative Ökonomie zu finden; er scheint mir doch auch charakterlich gebrochen zu sein, und ich bedauere das bzw. ihn. Er verletzt tagtäglich seine eigene Würde, wenn er auf Gnaden anderer lebt, falls er seine Würde nicht schon verloren hat. Wenn der Punk den Staat beschimpft, der ihn alimentiert, dann ist das im Grunde nur der Ausdruck seines schlechten Gewissens vor sich selbst: Er weiß eigentlich um sein Elend. Der Punk wehrt sich gegen alle Arten Korruption; am Ende ist entkommt er der Korruption aber doch nicht; anders geht das nicht im Kapitalismus.

Du brauchst mir nicht zu sagen, daß wir alle von Leistung leben. Aber diese Binsenwahrheit dient der Bourgeoisie nur als rationaler Kern für ihre Propaganda. Sie reden von Leistung, deren Früchte sie sich einstecken will! Und das brave Schaf glaubt daran und kaut es schön wieder, weil es sich von ein paar Silberlingen korrumpieren läßt, die es sich aber noch am gleichen Tag aus der Tasche ziehen läßt für ein neue Tankfüllung und irgendeine neue CD, anstatt zu Hause zu bleiben und der Tanzsportgruppe Hoffmann beizutreten.

Ich fände es schön, wenn sich einmal Punks und Nazis zusammensetzen und über diese Dinge diskutieren würden. Ich weiß, daß Du zu solchen Gesprächen bereit bist und werde mich mal umhorchen, ob ich etwas vermitteln kann. Ich glaube nämlich, daß sich Nazis und Punks sehr gut ergänzen, sich jedenfalls mit sehr guter und fundierter Kritik begegnen könnten, daß sie aber vor allem beide Modernisierungsverlierer sind und zusehen müssen, was sie nun am besten aus ihrem Leben machen. Beide würden einiges dabei lernen. Fakt ist, daß es ein Leben zwischen Anpassung an die bürgerlich-automatisierte Welt und Staatssozialismus gibt: Stichwort “volkstümlicher Sozialismus” (Kropotkin in der Übersetzung von Gustav Landauer).

Der zweite Punkt, der mich zum Zweifeln am Antikapitalismus der nationalen Sozialisten bringt, ist deren Verhältnis zum bürgerlichen (kapitalistischen) Nationalstaat. Wie Du ja weißt, ist Deutschland für mich das Ergebnis feudalen und bürgerlichen Vereinigungs- und Nivellierungsdruckes. Dieser Vereinigungsdruck ist nichts anderes als innergermanischer Imperialismus bzw. erfolgreicher Klassenkampf des aus den germanischen Stämmen entwachsenen Adels bzw. Bürgertums und der Kirche, die das Bündnis mit den außereuropäischen Invasoren eingegangen sind bzw. deren Lebens- und Sichtweise übernommen haben und seither im Zusammenspiel mit den Wüstensöhnen die Versklavung der Landsleute übernommen haben. Diese Vereinheitlichung ist Teil einer katastrophalen Entwicklung weg vom Leben der Menschen in den, wie ich meine, eigentlichen Nationen, für die auch der Begriff Stamm verwendet wird. Nicht, daß ich etwas gegen eine gemeingermanische Verkehrssprache hätte, aber mit welcher Arroganz und brutaler und brachialer Gewalt in den Schulen das Bürgertum und seine Lakaien von der pädagogischen Abteilung die germanischen Sprachen und damit ein tiefes heimatliches Gefühl ausrottet, das treibt mich schon auf die Palme!

(historico-spekulativer Exkurs:) Ich bin der Meinung, daß im historischen NS beide Strömungen vertreten waren, und zwar sehr akzentuiert (die schwere Krise des Kapitalismus, die Ausweglosigkeit führte dazu, daß sich die Positionen ungeschminkt und “extrem” forumulierten): auf der einen Seite war es eine freiheitliche Rebellion des Volkes gegen die Fremdbestimmung; auf der anderen Seite war es eine Verschärfung des autoritären Prinzips, das genau dem Lebensgefühl der Menschen entgegensteht. Die Krise der Moderne führt zu zwei entgegengesetzten Lösungsansätzen (die sich beide in der NSDAP äußerten): einmal das Zurück zu den Wurzeln und zum anderen die Totalisierung der Mechanismen, die von den Wurzeln weggeführt hatten. Insofern kann der “Drang nach Osten” auch so verstanden werden: Der einst Europa verheerende Wüstensturm drehte vollends durch, d.h. verwirbelte sich zu Sozialorkanen, staute ungeheuere Energien an und wendete sich nun wieder in das weite Land, aus dem er gekommen war, weil das inzwischen relativ beruhigt und unterbevölkert war. Die Kraft dazu fand er paradoxeweise u.a. im  naiven Landser, der nur seine Scholle gegen die Mongolen glaubte schützen zu müssen. Womit er ja nicht unrecht hatte. Das Problem ist nur, daß er die “Parteijuden” gestärkt hat (gegen seine eigen(tlich)en Interessen), denen es nicht um die Scholle des Landsers und deren friedliche Kultivierung ging, sondern darum, die vom Wüstensturm verursachteVerrücktheit in ihren Köpfen, die von der jüdisch-christlichen Moral gestaute Energie auszuagieren und loszuwerden.

Was ich damit sagen will: Es hat auch andere Möglichkeiten gegeben, mit den Problemen fertig zu werden. Das feige, völlig verantwortungslos-egoistische und selbst unfähige Bürgertum hat es nur geschafft, daß die NSDAP unter Führung Hitlers am Ende als einzige Systemalternative da stand. Heute ist es nicht anders: Alles, was der bürgerlichen Globalherrschaft im Wege steht, wird als “faschistisch” verketzert, und humane Lösungen werden verunmöglicht. Am Ende drehen die Leute durch oder rennen denen hinterher, die schon heute durchgedreht sind. Das Bürgertum trägt eine enorme Verantwortung, und alles deutet darauf hin, daß es wieder vollständig versagen wird. Man lese  nur einmal eine moderne bürgerliche Zeitung wie SZ oder taz, und es wird überdeutlich, daß hier an den Konflikten vorbeimoralisiert wird und die tatsächlichen gesellschaftlichen Kräfte gedeckelt werden. Natürlich gibt es auch gegenläufige Tendenzen, aber die amerikanischen Führungsoffiziere haben alles unter Kontrolle. (Ende Exkurs)

Zurück zum Nationalstaat: Die nationalsozialistische Definition, was ein Volk bzw. eine Nation ist, ist ja gar nicht verkehrt (1), aber ich frage mich, wie man übersehen kann, daß eben genau dieses Verständnis nicht auf diesen Megastaat, auf diese Hyperpseudonation Deutschland zutreffen kann. Das Leben des Volkes unter adliger und bürgerlicher Herrschaft ist von Ausbeutung und Unterdrückung geprägt, deren Instrument der Staat ist. Es ist eine propagandistische Verschleierung, wenn von „Nationalstaat“ gesprochen wird. Staat und Nation sind unvereinbar. Ganz ähnlicher Meinung war übrigens auch Edgar Jung, der 1927 schrieb (ich habe diesen Text leider nur auf englisch): “An obsessive stress on what concerns the nation-state (chauvinism) betrays a lack of deep volkisch rootedness. It is not the outer belonging to a State which endows a sense of existential security, but participation in the innermost essence of an ethnic people. Only this opens up real possibilities of self-realisation and of taking part in the striving for the perfection of ethical humanity. Volkisch means the bid to internalise to the full the essential quality of one's own people and collaborate in its realisation...” Wahrscheinlich ist er deshalb auch bei Machtübernahme 1933 aus den nationalsozialistischen Reihen heraus entsorgt worden.

Die Nivellierung der germanischen Nationen bis hin zum „National“staat erfolgte aus Gründen des Machterhaltes und der Ausbeutung. All zu gern wurde davon gesprochen, daß ein Bündnis der germanischen Nationen den Zweck der Verteidigung und der Existenzsicherung hatte. Sicher, das mag, rudimentär, auch Motiv gewesen sein. Aber dagegen spricht schon allein der expansiv-imperialistische Charakter des deutschen Nationalstaates, dessen führende Kraft, die Bourgeoisie, denen anderer Nationalstaaten durchaus das Wasser reichen kann. Die deutsche Bourgeoisie war und ist nicht weniger menschenverachtend als die englische oder französische; ich erinnere nur an den Umgang mit den Hottentotten. Sie war vielleicht etwas behäbig, eben deutsch. Die französische und englische Bourgeoisie hatte bereits ordentlich gepunktet in Sachen Völkermord.

Ich kann nicht verstehen, wie man sich einerseits verbal kritisch gegenüber Adel und Bürgertum äußert, andererseits aber den Staat, den diese als ihren Machtapparat aufgebaut haben, einfach übernimmt. Ich meine das durchaus auch im territorialen Sinne. Um so unverständlicher ist es mir, daß gerade in NS-Kreisen nichts wichtiger zu sein scheint, als den deutschen Staat wieder in den Grenzen von 1937 oder sonstwann auferstehen zu lassen. Nicht daß wir uns mißverstehen!: Ich erachte die Vertreibung der germanischen Urbevölkerung aus ihren Siedlungsgebieten im europäischen Osten als ein ungeheueres Verbrechen seitens der alliierten Imperialismen, das einer würdigen Trauerarbeit, gründlichen Aufarbeitung und – soweit die Verantwortlichen noch zu kriegen und nicht zu alt sind – Abrechnung harrt. Aber eine Konfrontation mit der slawischen Bevölkerung halte ich für völlig kontraproduktiv und fehl am Platz. Im Prinzip agieren Deine Kameraden im Interesse der deutschen Bourgeoisie, die nicht nur mehr allein ihre ehemaligen germanischen Stammesgenossen ausbeutet, sondern heute offen dazu übergegangen ist, diese im Zuge der Globalisierung, also des transnationalen Bündnisses der mächtigsten Bourgoisien unter Führung der Ostküste, auszurotten. Die anationale Bourgoisie rottet aber nicht nur die germanischen, sondern auch die slawischen Stämme aus: ein Drang nach Ostens seitens der deutschen Bourgeoisie ist nicht zu übersehen. Viele Kommentatoren haben darauf verwiesen, daß es ein zweiter Anlauf war, mit dem der Balkan genommen wurde, diesmal mit stärkeren Bündnispartnern bzw. - bürgerliche Feigheit! - unter Führung eines Stärkeren. Und die slawische Bourgeoise leistet dabei beste Dienste. Wie Du weißt, lechzt die polnische (aber auch die südslawische) Bourgeoisie nach Aufnahme in die EU.

Übrigens handelt es sich bei „Polen“ auch nur um ein feudales und bürgerliches Konstrukt. Die wahren Nationen sind hier – analog zu Dakotas, Sioux usw. in Nordamerika – die Wislanen, Masowier, Polanen usw. (siehe Martin Möller, Das andere Polen, Sleipnir 31, November ’00). Selbstverständlich haben diese aufgrund der territorialen und sprachlichen Nähe untereinander eine besondere Beziehung, aber diese oder auch ein Nationenbündnis hat mit dem die Urkulturen nivellierenden kapitalistischen Staat herzlich wenig gemein.

Was heißt „Urkulturen“?! Die bäuerlichen sind ja die einzig wirklichen Kulturen; alles, was danach kam, war feudaler und bürgerlicher Kultello- und Intello-Scheiß. Zuerst machte der Kapitalismus die „Stämme“ platt (das, worauf der Begriff Nation im Grunde allein Anwendung finden dürfte) und schusterte sich aus ihnen zwangsvereinigend die „Nationalstaaten“ (ein Unwort!). Jetzt ist dem Bürgertum auch das noch zu wenig, und es schafft den Welteinheitsstaat (funktionell identisch damit die egalitaristische Menschlichkeitsideologie). Wollen wir etwa, wenn wir den global(istisch)en Weltstaat (also die weltweite Herrschaft des US- und Ostküstenkapitals) ablehnen und bekämpfen, anstelle dessen den alten bürgerlichen Nationalstaat wieder einsetzen, aus dem heraus sich das derzeitige Unheil doch erst entwickelt hat?!

Nein, das kann es doch nicht sein! Wir müssen uns an der vorfeudalen und vorbürgerlichen Zeit orientieren bzw. an dem in jeder geschichtlichen Epoche unterschwellig mehr oder weniger lebendig gebliebenen Volxkommunismus! Der syphillisatorische Irrsinn, der mit der Sklaverei und dann der Feudalherschaft begann, muß generell rückgängig gemacht werden! (Wenn ich diesen Historismus mal zur Veranschaulichung gebrauchen darf. An sich halte ich nichts von Geschichte und eher was vom wirklichen Leben im Hier und Jetzt.) Die Losung kann nur Dezentralisierung und Sippen- und Stammesneubildung sein! Und das geht nur von unten.

Wenn Du diesen Staat einfach übernehmen willst, dann muß Du Dir die Frage gefallen lassen, was Du mit diesem Machtapparat anstellen willst. Und dann sind auch Zweifel an der Volksnähe des NS erlaubt. Gut, Ihr seid keine Anarchisten oder Bioregionalisten, Ihr seid Sozialisten. Und Sozialisten hatten immer schon eine große Vorliebe für den Staat. Das endet dann meist in Kasernierung; man hat’s ja genug gesehen. Die interessante Frage, die ich noch nicht beantwortet gefunden habe, ist hier, welche sozioökonomische Klasse oder Schicht denn im Sozialismus den Staat und damit das ganze Volk beherrscht (manche Stalinismus-Kritiker sprachen einst von der “neuen herrschenden Klasse”, die der Parteibonzen). Du magst mir sagen, daß Du als Vertreter des linken Flügels durchaus für Föderalismus und Dezentralisieung (“Zurück auf die Scholle!“) bist. Aber es war – jedenfalls historisch – gerade der linke NS-Flügel, dem Hitler nicht zentralstaatlich genug war! (2)

Ein weiterer Fall von Übernahme bürgerlicher Ideologeme durch die nationalen Sozialisten ist der Rassismus. Der Rassismus ist nichts anderes als die (übrigens saublöde) Rechtfertigung des bürgerlichen Expansionismus/Imperialismus und ideologische Waffe des Kolonialismus. Um zwischenmenschliche Solidarität zu den Ureinwohnern Afrikas und Asiens abzublocken (wie die zwischen dem Tommy, dem Poilu und dem Fritzen), mußte eine absurde und die menschliche Intelligenz beleidigende Theorie von der Überlegenheit der weißen Rasse aufgestellt werden. Was daraus folgte, waren die traurigsten, in ihrer Ungeheuerlichkeit eigentlich gar nicht nachvollziehbaren Geschehnisse. Menschen wurden zu Millionen massakriert und versklavt. Ja, die weiße Rasse ist überlegen: im Erobern und im Zerstören von Nationen und Kulturen! Wenn eine Rasse besonders mit der Entartung, der Dekadenz und der Zerstörung der Natürlichkeit in Verbindung gebracht werden kann, dann ist es die weiße Rasse. Die weiße Rasse ist dekadent! Sie hat das Elend über die Welt gebracht! Wenn schon, dann haben Abkömmlinge der weißen Rasse die Globalisierung zu verantworten! Es waren gierige Weiße, die sich von den Urausbeutern und Völkerhirten zur Niederwerfung der Naturvölker und als Lakaien der Welthirtschaft (Oberlercher; siehe dazu auch hier) haben einspannen lassen, die mit diesen die besten Komplizen sind. Und ich habe den nicht unbegründeten Verdacht, daß der Nationalsozialismus bei dieser Komplizenschaft die Vorreiterrolle spielt; es ist gar nicht so abwegig, wenn die Marxisten vom Nationalsozialismus als dem höchsten Stadium des Kapitalismus sprechen und daß dieser sich in den Sozialismus verwandelt. Oberlercher wies ja darauf hin, daß “die Geschichte” Marx in diesem Punkt recht gegeben hat, auch wenn es keine marxistische Partei war, die an dieser Transformation führend beteiligt war: die Ideologie ist uninteressant. Die NSDAP war, geschichtsphilosophisch gesprochen, die Vollstreckerin von Entwicklungen, die von Marx beschrieben worden sind.(3)

Ich kann gar nicht genug fressen, wie ich kotzen könnte, wenn ich an die weiße Rasse denke! Schau sie Dir doch mal an mit ihrer Selbstmordrate, mit ihren Verkehrstoten, ihrer abgrundtiefen Verblödung, mit ihrer ungeheuerlichen Natur- und Menschenzerstörung! Für mich ist alles, was „über“, „hoch“ und „höher“ ist, äußerst negativ. Ja, es stimmt: Die weiße Rasse ist die höhere, überlegene Rasse! Sie schwirrt inzwischen schon genau so weit oben in den Lüften rum wie die chronisch Entorteten.

Ich bin selber „weiß“, sagen wir hellhäutig. Aber für mich persönlich bedeutet die Zugehörigkeit zum weißen Kuturkreis nur Ekel, Elend, Entfremdung, Entwurzelung und Dekadenz. Ich wäre gern auf einer Südseeinsel auf die Welt gekommen! Es gilt, daß wir weißen Menschen uns von der von rassisch weißen Leuten geschaffenen Syphillisation abkoppeln, so wie wir es allen Menschen dieser Erde wünschen, daß sie sich von der Herrschaft der weißen Bourgeoisie befreien. Wir sollten uns die Lebensweise der farbigen Völker, die noch im Einklang mit der Natur leben, zum Vorbild nehmen, so wie wir die Lebensweise unserer bäuerlichen Vorfahren und die heute noch rudimentär existierende germanische Eingeborenenkultur zum Vorbild nehmen sollten. Damit will ich natürlich keinen antiweißen Rassismus, unbedingt birassiale Partnerschaft oder ähnlichen Schwachsinn („Nationalmasochismus“) predigen, wie manche mir das unterstellen. Ich bin weder Rassist, noch Antirassist: beide sind Seiten der Rasse-Medaille. Ich denke einfach nicht an “Rasse”, wie das sowohl Rassisten als auch Antirassisten ja ständig tun.

Lieber Lutz, ich bin gespannt auf Deine Antwort! (Wenn sich andere nationale Sozialisten (oder wer auch immer) angesprochen fühlen und etwas erwidern wollen, sind deren Beiträge natürlich auch herzlich willkommen.)

Mit sehr freundlichen Grüßen

Peter

(1) Ich würde gern mit Dir diskutieren, was überhaupt ein Volk ausmacht. Vielleicht kannst Du mir mal eine Definition liefern als Ausgangspunkt.
(2) Jedenfalls entnehme ich das aus: Otto Strasser, Die deutsche Bartholomäusnacht, S. 22, Verlag für ganzheitliche Forschung Viöl 1996, Sammlung von Nachdrucken verschiedener Schriften
(3) Daß der Kommunismus oder die Anarchie (als die wahre Volxgemeinschaft) (nur) aus einem konsequenten Kapitalismus entstehen kann, dieser Gedanke ist mir vertraut. Die marxistische Sichtweise korrespondiert durchaus mit anarchistischen (anarcho-kapitalistischen) Überlegungen. (Siehe
eigentümlich frei – Marktplatz [Zeitschrift] für Liberalismus, Anarchismus und Kapitalismus, André F. Lichtschlag, Lerchenweg 55, 41516 Grevenbroich) Und wenn die erste nationalanarchistische Abkopplungs- und Aussteiger-Kommune entsteht, dann sicherlich, weil wir, ganz persönlich, mit dem Kapitalismus tatsächlich am Ende sind (ohne aber in den (Staats)sozialismus überzugehen); aber dazu ein anderes Mal.

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